30/08/21

Wieder zuhause!

Hallo, wir haben es geschafft, wir sind wieder zuhause! Das fühlt sich erst einmal sehr gut an. Vor allem, wenn man mit einem Strauß Gladiolen begrüßt wird. Danke Beke!


Der erste Besuch galt natürlich der Hausärztin: Bedanken für ihre Aufmerksamkeit, Rezepte für Medikamente holen, Blutgerinnungsfaktor messen und klären, wie es weitergeht. Ich darf ab morgen wieder arbeiten, weil ich einer sitzenden Tätigkeit nachgehe. Meinen langsamen Wiedereinarbeitungsplan werde ich nun vorsichtig ausprobieren und ich hoffe sehr, dass ich auf keine Probleme stoße. 

In etwa 3 Wochen habe ich einen Termin für ein 24-Stunden-EKG, danach kann entschieden werden, ob einige Medikamente reduziert oder abgesetzt werden können. Mitte November habe ich dann einen Termin für eine gründlichere Untersuchung durch die Kardiologin.

Jetzt kommt es vor allem darauf an, dass ich genügend Sport treibe und dass meine Ernährung auf Abnehmkurs bleibt. Ich werde mir dabei Mühe geben, aber nicht mehr täglich im Blog berichten. Ich denke, dass dies der letzte Blog-Eintrag sein wird. Mein Dank geht an meine Hausärztin, die mich gerettet hat, an Dörte, die mich stets begleitet hat, an unsere Kinder, die stets für uns da waren, und an alle, die mir gute Wünsche geschickt haben.

29/08/21

Schloss Eutin

Wir haben die 4 Wochen REHA jetzt hinter uns, morgen dürfen wir nachhause fahren. Die Zeit hat mir gut getan, wie man den anderen Posts wohl entnehmen kann: 5 kg abgenommen, beim Walken von 340 Metern in 6 Minuten auf 605 Meter gesteigert, beim Ergometer von 60 Watt auf 105 Watt. Jetzt kommt es darauf an, dass ich genügend Sport in den Alltag integrieren kann. Ich werde mir dafür Zeit reservieren.

Heute gab es natürlich wegen des Wochenendes keine Anwendungen mehr. Wir haben die Zeit genutzt für einen Ausflug nach Eutin und haben dort das Schloss besichtigt. Es war eine gute Führung, die interessant gestaltet war. Sehr empfehlenswert! Vieles drehte sich um die Zarin Katharina die Große, der hier auf diesem Schloss ihr Mann, der spätere Zar Peter III., vorgestellt wurde. Durch geschickte Heiratspolitik gab es nicht nur Verbindungen nach Russland, sondern zu allen skandinavischen Königshäusern, Griechenland und Großbritannien. Auch der Gebietstausch mit Dänemark wurde kurz angesprochen. Bis 1992 war das Schloss im Familienbesitz der Herzoge von Oldenburg, bis es in eine Stiftung überführt wurde.



Auf der Empore der Schlosskapelle

Danach habe ich mich im Geocaching versucht, aber drei angesteuerte Traditionals in Malente nicht finden können. Ich muss auch das wohl erst einmal wieder trainieren ... 

Immerhin hat Werder heute gewonnen!

28/08/21

Bilder sortieren am Regentag

Heute hat es den ganzen Tag über geregnet, d. h. ein Spaziergang hätte keinen Spaß gemacht. Stattdessen haben wir gelesen und mit dem Sortieren der Fotos von unserer Weltreise weitergemacht. Es hat Spaß gemacht, die Fotos von den Wasserfällen des Iguazu und vom brasilianischen Strand in Florianopolis noch einmal zu betrachten. Und auch die Fotos vom Tango in Uruguay und Argentinien waren nett anzusehen. Schöne Erinnerungen!

Eine kleine Anwendung hatte ich aber doch: Dörte hatte mir eine medizinische Fußpflege verordnet. Für mich war es das erste Mal und ich fand es sehr kitzelig, wenn die Füße mit so einer Art Dremel-Werkzeug bearbeitet werden. Es war aber auszuhalten.

  

27/08/21

Holzbergturm

Heute früh hatte ich die letzten beiden Anwendungen: Beim Walking habe ich einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt mit 31 Minuten 56 Sekunden für 7 Runden. Das sind etwa 4 Minuten und 34 Sekunden für eine Runde oder 6,05 km/h. Die Schallgrenze von 6 km/h habe ich also geknackt. Die zweite Anwendung war Hanteltraining mit kleinen Gewichten. Das fiel mir relativ leicht.

Am Nachmittag haben Dörte und ich dann das schöne Wetter ausgenutzt und sind die REHA-Königsdisziplin in Malente angegangen: Die Besteigung des Holzbergturms. Das sind etwa 2 km Anmarsch, wobei am Ende ein 90 Meter hoher Berg bestiegen wird. Von dort sind es dann nochmal 147 Stufen bis zur Plattform, von der man eine herrliche Aussicht hat.


Der Turm ist eine Stahlkonstruktion und federt ein wenig, wenn man darauf herumläuft. Das behagte Dörte gar nicht, denn wackelnde Türme mag sie nicht. Da hilft auch kein Festhalten, denn was soll das schon nützen, wenn der ganze Turm umkippt.

Ganz besonders schlimm findet Dörte Treppen,
durch die man nach unten sehen kann ...

Dörte hat aber tapfer ein paar Fotos von der Aussicht gemacht und als wir gegangen sind, stand der Turm wieder stabil da.

Zum Rückweg wählten wir eine etwas längere Strecke über das Labyrinth der Männer und den Wildpark, ebenfalls zwei nette Ausflugsziele.

Anmerkungen von Dörte:

Es ist natürlich eine persönliche Bestleistung von Jan, kein Rekord. 
Das Labyrinth der Männer ist von Männern für Männer gebaut und entspricht mit seiner Weite und Offenheit deren Vorstellung vom Mannsein! Die drei männlichen Ks.  KKK - Können, Kraft, Kreativität. Tja, da kannst nix mehr sagen...













26/08/21

Entlassungsgespräch

Heute war der vorletzte Tag mit Anwendungen. Es gab eine Massage, das Ergometertraining und das Training an Geräten. Beim Ergometertraining konnte ich mich auf 105 Watt verbessern - alles ohne dass mein Puls den Trainingspuls von 95 überschreitet. 

Daneben gab es das Entlassungsgespräch mit der Ärztin. Ich konnte besprechen, dass ich ab Dienstag mit langsamem Einstieg wieder arbeiten kann. Außerdem werde ich zuhause 2 Monate lang in eine Herzsportgruppe gehen (Dörte hat darauf bestanden). Radfahren darf ich wieder ohne Einschränkungen, solange ich mich nicht zu sehr anstrenge. Ich muss stets in der Lage sein, noch ein Lied singen zu können - auch wenn das niemand hören will. Auch ein Bier bei einer Feier darf ich trinken.

Was mir erst einmal für ca. 8 Wochen verboten bleibt, ist Auto fahren. Solange ich noch Marcumar nehme, soll ich darauf verzichten. Ich versuchte das im Beipackzettel nachzulesen, fand dort aber keine Erklärung dafür. Vielleicht bekomme ich die Gelegenheit, noch einmal nachzufragen.

Dörte ist währenddessen fleißig am Arbeiten und belegt den Fußboden zum Sortieren der Schriftstücke.  

Da die Entlassung erst am Montag ist, müssen wir noch das Wochenende über hier in Malente bleiben.

Nachtrag:

Verkehrsmediziner sagen, dass man 3 Monate nach einer Herz-OP mit Brustöffnung ggf. nicht fahrtüchtig sei. Also darf ich ab 21.10.2021 wieder fahren. 

25/08/21

Nochmal schneller

Heute habe ich beim Walking zwar nur 7 Runden geschafft, war aber trotzdem schneller unterwegs als beim letzten Mal. Ich habe 32 Minuten und 46 Sekunden gebraucht, das sind 4 Minuten und 41 Sekunden pro Runde oder 5,90 km/h. Es sind ganz schön kleine Schritte, in denen man vorankommt. Aber es geht voran!

Genauso erging es mir beim Ergometertraining: Ich wurde erneut hochgestuft, diesmal von 95 Watt auf 100 Watt. Den Unterschied merkt man fast gar nicht, aber es sind etwa 3 Pulsschläge pro Minute mehr.

Die Gymnastik befasste sich heute mit Gleichgewichtsübungen auf einem Wackelkissen. Nicht gerade mein Spezialgebiet. Wir sollten unsere Knie leicht vorbeugen und und mit einem Blick nach unten kontrollieren, ob sie auch genau über den Zehen sind oder nach außen oder innen wegdriften. Auf meine Frage, was man denn machen solle, wenn man dabei nur Bauch sähe, hatte die Instruktorin eine schlagfertige Antwort: Po nach hinten rausstrecken und dabei den Rücken gerade lassen. Das zieht ganz schön in den Muskeln, ich werde nie wieder fragen ...

Ansonsten habe ich ein paar nette Nachrichten bekommen: Mein neues Fahrrad ist nach etlichen Liefermonaten endlich angekommen und ich kann es wohl am Mittwoch abholen. Auch die Webseite zum neuen Go-Kongress ist schon draußen und ich habe gleich eine Unterkunft gebucht. Und dafür, wie man von Nimwegen ganz schnell nach Vatra Dornei kommt, habe ich auch schon eine Idee. Schön, wenn man wieder Pläne macht!

24/08/21

Nur noch Sport

Ich bin jetzt in der letzten REHA-Woche und das fühlt sich schon wie Alltag an. Die ganzen Schulungen zu Kreislauferkrankungen, Ernährung und Nachsorge sind durch, so dass nur Sport und Massage übrig bleiben. Dadurch sind es noch etwa 3 Anwendungen pro Tag und man hat viel Zeit zu lesen und sonstige Dinge zu erledigen.

Heute habe ich z. B. angefangen, meine Abschiedsfeier für die Architektenkollegen vorzubereiten.  Dazu will ich noch einmal die Simulation einer Antarktisexpedition durchspielen, das habe ich 2017 zu meinem 60- Geburtstag schon mal gemacht. Jetzt habe ich die Apps rausgekramt, die ich damals dafür erstellt hatte. Heute war die Trainings-App an der Reihe, die ich auch gleich auf Android in aktueller Version ausprobiert habe. Für den Belastungstest musste ich dabei eine große Runde durch Bad Malente drehen. Das waren bestimmt nochmal 6000 Schritte obendrauf auf den ohnehin sportreichen Tag.

Dörte ist heute früh nach Hamburg gefahren, um 2 Tage im Büro zu arbeiten. Ich erwarte sie morgen Abend zurück.